Tinnitus

Tinnitus

Behandlungseinheit für Tinnitus, Hörstörungen und Sinnestherapien

Mit der Behandlungseinheit für Tinnitus, Hörstörungen und Sinnestherapien (BE.THS) steht Ihnen eine multimodale Versorgung mit 18-jähriger Erfahrung zur Verfügung. Die BE.THS ist multidisziplinär ausgerichtet und bietet durch ihre teilstationäre Behandlungsform einen optimalen Rahmen, um aktiv die Symptome der Erkrankung zu behandeln. Dabei kommt das alltägliche Leben unserer Patienten nicht zum Stillstand, wie es bei einem vollstationären Aufenthalt der Fall wäre.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von HNO-Fachärzten, Fachärzten für Psychosomatik und die Integration von Physio- und Sinnestherapie ermöglicht eine umfassende und individuelle Behandlungsform und ist der Schlüssel zu unserem Therapieerfolg. Die Einbindung der unterschiedlichen Fachbereiche garantiert die Möglichkeit einer ganzheitlichen und individuellen Behandlung, welche die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung erkennt.

Neben der akuten Behandlung von Symptomen greift die BE.THS auch Elemente der Prävention, der Rehabilitation und der Salutogenese auf, um eine nachhaltige Genesung zu erwirken. Seit 2013 hat unser BE.THS-Behandlungsansatz als HNO-Psychosomatik Eingang in unseren Versorgungsauftrag durch den Freistaat Bayern gefunden. Derzeit behandeln wir rund 1.000 Patienten pro Jahr.

Akut-Therapie

Der Akutbereich unseres BE.THS-Konzepts steht jedem akuten Fall von Tinnitus, Hörstörungen und Schwindel offen, bei dem eine ambulante Versorgung nicht ausreichend ist. Die Behandlung wird i.d.R. teilstationär, d.h. tagesklinisch durchgeführt und umfasst eine gründliche Abklärung zahlreicher Faktoren, die für das Krankheitsgeschehen von Bedeutung sein können.

Die Behandlung umfasst in der Regel eine medikamentöse Therapie mit Infusionen und ggf. Kortison, psychoedukative Gruppenangebote zur Wissensvermittlung und Aufklärung über die Erkrankungen und die psychotherapeutische Befundung sowie Therapie. Ein diagnostisches Gespräch mit psychologischen Psychotherapeuten und Ärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist fester Bestandteil der Akutbehandlung. Dies ermöglichte es, die Wechselwirkung zwischen Erkrankung und Befinden in die Behandlung einzubeziehen und genauer zu verstehen. Auch Therapieverfahren wie Hörtherapie, tinnituszentrierte Musiktherapie, Osteopathie und Qigong haben sich im Rahmen unserer Behandlung gut bewährt und finden bei Bedarf Anwendung. Die durchschnittliche Behandlungszeit liegt zwischen 7 und 14 Tagen, mit einer täglichen Dauer von ca. 4 bis 8 Stunden.

Kompakt-Therapie

In dieser Behandlungsstufe wird für Patienten im subakuten Stadium von Tinnitus, Hörstörungen, bei denen die Gefahr der Chronifizierung besteht, eine kurze und intensive Behandlung zur Verfügung gestellt. Die oftmals hohe psychische Belastung, unter der die Patienten leiden, steht hierbei im Fokus.

In einer Behandlungsdauer von fünf Tagen werden HNO-ärztliche Betreuung und Einzel- bzw. Gruppenangebote kombiniert. Der Patient erhält neben Psychoedukation und übenden Verfahren ggf. auch Einzelsitzungen in Physiotherapien, Hörtraining und Stressbewältigung. Hauptziel ist ein aktives Krisen- und Gesundheitsmanagement und eine Stärkung der Selbstwirksamkeit, um eine Verschlechterung zu verhindern.

Die bisherigen Erfahrungen und die wissenschaftliche Auswertung der Behandlung der vergangenen Jahre haben die Erfolge dieser kompakten Behandlungseinheit gezeigt.

Fragen können Sie gerne auch per E-Mail an BETHS@gaertnerklinik.de richten.

Intervall-Therapie

Die Intervall-Therapie vertieft und festigt die in den vorangegangenen Behandlungsstufen erlernten Techniken in einem wöchentlichen, kontinuierlichen Gruppengeschehen. Sie kann ggf. aber auch direkt ein passendes Setting bieten. Die konstante Gruppe erhält über acht Wochen ein aufbauendes Programm an Verhaltens-, Kunst- und Musiktherapie unter fachärztlicher Leitung.

Der unterstützende Gruppenprozess wirkt dabei stabilisierend im Alltag und erlaubt, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig bei der Genesung und Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Langfristige Veränderungen in Verhalten und Lebensgestaltung können so gezielt unterstützt werden, sodass die Heilung gefördert wird. Auch der Gefahr einer Chronifizierung kann so entgegengewirkt werden. Des Weiteren erlaubt diese Behandlungsstufe eine gute Überleitung in die ambulante Weiterversorgung, wenn diese erforderlich sein sollte.

BE.THS / BE.ST Intensiv-Therapie

In dieser Stufe werden Patienten behandelt, bei denen eine psychosomatische Begleiterscheinung vorliegt und ein ursächlicher Zusammenhang zwischen HNO-Erkrankung und den psychischen Symptomen besteht. Häufig treten HNO-Erkrankungen, wie z.B. ein schwerer Tinnitus oder Schwindel mit Ängsten und/oder depressiven Symptomen (Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsminderung und/oder sozialem Rückzug) auf. Oftmals bleibt der direkte kausale Zusammenhang zwischen den beiden Bereichen lange unerkannt.
Unter kontinuierlicher fachärztlicher Betreuung erhalten unsere Patienten intensive Psychotherapie in Einzel- und Gruppentherapien, in Verbindung mit Sinnes- und Körpertherapien. Der Patient kann neue Einsichten, Spielräume und Freiheiten sowie eine bewusstere Beziehungsgestaltung gewinnen, indem innere Konflikte und Probleme bewältigt werden.
Durch einen Behandlungszeitraum von fünf bis acht Wochen kann der Leidensdruck verringert und die Erkrankung als Entwicklungschance ergriffen werden. Der Therapiebeginn erfolgt kontinuierlich.
Vor der Aufnahme in unsere Intensiv-Behandlung findet ein Indikationsgespräch mit einem unserer Psychologen statt. 

Bitte vereinbaren Sie bei Bedarf ein präklinisches Gespräch unter 089-998902-0